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ERNENNUNG DER LEOPOLDINA ZUR NATIONALEN AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN

Sonderaufführung von HALLUMINATION III

14. Juli 2008 • 22.30 Uhr

Anlässlich der Ernennung der in Halle ansässigen Naturforscher-Akademie LEOPOLDINA zur Nationalen Akademie der Wissenschaften wird es Dank der Unterstüzumg von enviaM eine einmalige Sonderaufführung von HALLUMINATION III auf dem halleschen Universitätsplatz geben.

Auch 2008 gibt es wieder eine HALLUMINATION

HALLUMINATION III entsteht als Auftragswerk des Theaterfestivals Theater der Welt 2008

Halle (Saale) • Universitätsplatz

2006. Halle (Saale) feiert ihr 1200-jähriges Stadtjubiläum. Start für das Team HALLUMINATION, die mit ihrer halbstündigen Großbildprojektion auf dem Marktplatz an vierzehn Sommerabenden zehntausende von Besuchern begeisterten. Und schnell war klar, dass im darauffolgenden Jahr eine Wiederholung folgen musste. Und wieder pilgerten zahlreiche Zuschauer auf den halleschen Marktplatz.

2008. Das bedeutendste internationale Theaterfestival Deutschlands gastiert in Halle (Saale). Als Auftragswerk des Festivals Theater der Welt entsteht HALLUMINATION III – PROLOG FÜR HALLE.

Als Gäste werden in der Projektion auch Cadon Manson und Jemma Nelson von der BIG ART GROUP aus New York und der international gefragte, australische Fotograf William Yang ihre Sicht auf Halle zeigen.


PROLOG FÜR HALLE

Johann Wolfgang von Goethe (1811)

Halle, Universitätsplatz. Dieser Ort atmet Historie und „schtories“ – wie der Hallenser sagt. Nicht nur Wissenschaftsgeschichte, auch Theatergeschichten. Denn dort, wo heute das Löwengebäude steht, stand einst die alte Kapelle des Barfüsserklosters. Und in dieser errichtete der berühmte Mediziner Johann Christian Reil den ersten festen Theaterbau Halles. Zur Eröffnung gab es Goethes EGMONT und kein Geringerer als Goethe selbst schrieb zu diesem Anlass und zu Ehren seines Freundes und Arztes den PROLOG FÜR HALLE. Das war 1811.

Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass dieses Theater ausgerechnet dort entstand, wo August Hermann Francke gepredigt hatte, der große Pietist und Frühaufklärer, der zugleich ein Eiferer wider das Theater war. Er wetterte von der Kanzel, Theater sei unnützer Zeit- und Geldvertreib, und er und seinesgleichen erwirkten immer wieder bei den preußischen Königen ein Theaterverbot für Halle.

Aber die Hallenser, vor allem die Studenten, liebten Theater und so pilgerten sie jahrzehntelang nach Lauchstädt, jenseits der Landesgrenze. Und nicht selten konnte sie dort Goethes Weimarer Truppe spielen sehen.

1806 wurde alles anders. Napoleon besetzte die Stadt. Halle fiel dann an das 1807 per Erlass gegründete Königreich Westphalen unter Napoleons Bruder, dem König Jérome. Weil die Studenten als patriotische Widerständler galten, ließ der Imperator die hallesche Universität schließen. Ein herber Schlag für die Stadt, doch geschäftstüchtige Bürger wie Reil fanden neue Existenzgrundlagen. Reil schuf ein Solbad mit Kurbetrieb – und nutzte das Ende der preußischen Verordnungen: er konnte ein eigenes Theater in Halle errichten.

Da 1808 auch die Universität wieder geöffnet wurde, ist Halle seither eine Theater- und Wissenschaftsstadt – und an diesem Platz, dem Universitätsplatz, ist das mit eigenen Händen zu greifen: Der Musentempel und die Stätte von Forschung und Lehre: die Kulturinsel und
die alma mater halensis.

HALLUMINATION III PROLOG FÜR HALLE entführt mit großen, zum Teil animierten Bildern, mit Klangcollagen und Zitaten und natürlich dem vorgetragenen PROLOG von Goethe in die Welt des Theaters in dieser Stadt, in die der Studenten und somit auch in die Welt der Wissenschaft.

Wir danken der Martin-Luther-Universität Halle–Wittenberg und dem Theaterfestival Theater der Welt 2008.

Stadt Halle (Saale) I Saalesparkasse I EVH I KSB I Stadtmarketing Halle

DAS TEAM: