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Suche nach dem Geheimnis

Hallumination begeistert Tausende – Österreicher sorgt für Lichtspektakel auf Markt

Jan Möbius

Die Hallumination, eine gigantische Großbildprojektion auf dem Marktplatz, zieht seit Tagen tausende Zuschauer in ihren Bann, Neugierig drehen sie sich um, hoffen dem Geheimnis der gigantischen Bilder am Stadthaus auf die Schliche zu kommen. Kinder sprechen von Magie. Doch kaum jemand hat bisher die Quelle des Spektakels entdecken können.

Hinter dem Geheimnis steckt der Österreicher Peter Rezac und seine gigantische Technik. Insgesamt sieben Großbildprojektoren hat er von Wien nach Halle geschafft. In den Geräten verbergen sich gigantische Lampen mit einer Leistung von 7 000 Watt pro Stück. Zum Vergleich: Ein normaler Videoprojektor für den Hausgebrauch ist mit Lampen um die 200 Watt ausgestattet. „Diese enorme Leistung ist auch nötig. Denn immerhin steht die Projektionswand, also das Stadthaus rund 100 Meter entfernt von den Geräten", so Rezac, der von Halle und der Umgebung so begeistert ist, dass er schon einige Ausflüge auf seinem Motorrad unternommen hat. Die Projektoren nämlich stehen genau gegenüber: im Frankoniahaus, Markt 23.

Die Bilder am Stadthaus und am Ratshof sind, man will es kaum glauben, nicht digital entstanden, sondern „altmodisch analog", wie Steffen Wendt von der Firma Signum, die die Fotos angefertigt hat, erklärt. Digitale Aufnahmen wären aufgrund der Größe ungeeignet gewesen. „Immerhin, das Stadthaus ist 40 Meter lang", so Wendt. Die Bilder wurden genau auf die aufwändig ausgemessenen Gebäude zugeschnitten. Text und Musik, die Abfolge der Fotos sowie die gesamte Technik, von der Teile auch im Stadthaus installiert sind, werden einzig von einem zentralen Computer gesteuert. Der regelt auch die zeitliche Abfolge: per Knopfdruck. Die Signale, zum Beispiel an die Lautsprecher im Stadthaus, werden per Funk übertragen.
Projektleiter Rudenz Schramm, Steintor-Chef und Inhaber der Firma event-net gmbh, ist sich inzwischen sicher, dass es eine zweite Auflage der Aktion geben wird. „Wann und wie ist noch geheim."

Mit leistungsstarken Projektoren werden analog fotografierte Bilder an das Stadthaus „geworfen". Die abendliche Show zieht täg-lich rund 1 000 Leute in ihren Bann.